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Wörterbuch der Theaterpädagogik (erschienen 2003)

Luserke, Martin

1880–1968. Pädagoge, Erzähler, Theatertheoretiker. 1904–06 Studium der Mathematik und Philosophie. 1906 Mitbegründer, ab 1910 Leiter der reformpädagogischen Freien Schulgemeinde Wickersdorf. Gründete 1925 die ,Schule am Meer‘ auf der Nordseeinsel Juist, die 1934 von den Nationalsozialisten geschlossen wurde. L ist einer der bedeutendsten Reformpädagogen der Weimarer Republik. Er entwickelte das Laientheater, für das er auch Stücke schrieb und das er als auf Selbsterkenntnis und Bewusstwerdung zielendes Bewegungsspiel verstand.

Shakespeare-Aufführungen als Bewegungsspiele. Stuttgart 1921; Jugend- und Laienbühne. Bremen 1927; Das Laienspiel. Revolte der Zuschauer – für das Theater. Heidelberg 1930; Der Teufel mit den drei goldenen Haaren. Ein Spiel nach dem Grimmschen Märchen. Kassel, Basel 1949; Die kleine Flöte. Kassel, Basel 1949; Blut und Liebe. Ein Ritter-Schauer-Drama. Weinheim 1953; Pan, Apollon, Prospero. Ein Mittsommernachtstraum, die Wintersage und der Sturm. Zur Dramaturgie von Shakespeare-Spielen. Hamburg 1957. Giffei, Herbert: Martin Luserke und das Theater. Recklinghausen 1979; Ders.: Martin Luserke. Ein Wegbereiter der modernen Erlebnispädagogik? Lüneburg 1987.

GABI BEIER

Ein Service des Deutschen Archiv für Theaterpädagogik · DATP
und des Schibri Verlags
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