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Wörterbuch der Theaterpädagogik (erschienen 2003)

Freire, Paulo

1921–1997. Rechtsanwalt, Pädagoge. Bis 1964 Professor für Geschichte und Philosophie in Recife (Brasilien); nach einem Staatsstreich ausgewiesen. UNESCO-Experte für Bildungsfragen in Chile. Seit 1968 Gastprofessor in Harvard, seit 1970 Sonderberater für Bildungsfragen beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf. F setzte sich seit 1947 für die Alphabetisierung von Erwachsenen ein und entwickelte dazu neue, heute international bekannte Methoden. Im Mittelpunkt seines Konzepts stehen die Bewusstmachung des Lehrens als Problematisieren, die Erziehung zu Befreiung und gesellschaftlichem Wandel sowie das Lernen an und in der jeweiligen Lebenssituation. Auf der Grundlage seiner Pädagogik der Unterdrückten entwickelte Augusto  Boal sein Theater der Unterdrückten.

Pädagogik der Unterdrückten. Bildung als Praxis der Freiheit. Reinbek 1973; Erziehung als Praxis der Freiheit. Stuttgart, Berlin 1974; Pädagogik der Solidarität. Für eine Entwicklungshilfe im Dialog. Wuppertal 1974.

Bendit, René: Von Paulo Freire lernen. Ein neuer Ansatz für Pädagogik und Sozialarbeit. München 1977; Dabisch, Joachim/Schulze, Heinz (Hg.): Befreiung und Menschlichkeit. Texte zu Paulo Freire. München 1991; Figueroa, Dimas: Paulo Freire zur Einführung. Hamburg 1989; Persie, Michael: Befreiung und Umkehr für die Zukunft. Paulo Freire, Theologie der Befreiung und praxisverändernde Bildung. München 1984; Schravesande, Joke (Hg.): Die Methode Paulo Freire. Eine Theorie kulturellen Handelns. Berlin 1976.

GABI BEIER

Ein Service des Deutschen Archiv für Theaterpädagogik · DATP
und des Schibri Verlags
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