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Wörterbuch der Theaterpädagogik (erschienen 2003)

Fo, Dario

Geb. 1926. Schauspieler, Regisseur, Dramatiker, Theaterleiter; Nobelpreisträger für Literatur 1997. Begann 1958 gemeinsam mit Franca Rame, volkstümliche, meist sozialkritische Farcen zu schreiben. Gründete 1959 die Theatergruppe La Compagnia Dario Fo Franca Rame, in der er bis 1967 Schauspieler und Regisseur war und für die er zahlreiche Volkskomödien und Farcen, die immer auch eine politische Polemik enthielten, schrieb. 1968–70 Leitung der Theatergruppe La Nuova Scena und Rückzug vom subventionierten  Theater  und  vom  Publikum  des ,aufgeklärten Bürgertums‘. Das als Freie Gruppe arbeitende Theaterkollektiv trat ausschließlich in Vorstädten, Arbeitersiedlungen, Gefängnissen und Gewerkschaftssälen auf, um politische Prozesse zu initiieren, die die Arbeiterklasse an die Macht bringen sollten. 1970 Spaltung der Gruppe. Gründung des Mailänder Theaterkollektivs La Comune, das sich in erster Linie an ein proletarisches Publikum wendete. F will mit seiner Theaterarbeit und seinen Stücken, die in der Tradition  des  Volkstheaters  und  der  Commedia dell’Arte stehen, Zweifel an bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen wecken und Veränderungen in Gang setzen.

Kleines Handbuch des Schauspielers. Frankfurt a. M. 1989. Gysi, Birgid: Dario Fo. Theater, Politik, Kultur. 2 Bde. Berlin 1990; Heer, Hannes (Hg.): Dario Fo über Dario Fo. Köln 1978; Jungblut, Helga: Das politische Theater Dario Fos. Frankfurt a. M. u. a. 1978; Klüver, Henning: Dario Fo. Hamburg 1998; Ortolani, Olivier: Dario Fo. Theater und Politik. Eine Monographie. Berlin 1985.

GABI BEIER

Ein Service des Deutschen Archiv für Theaterpädagogik · DATP
und des Schibri Verlags
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