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Wörterbuch der Theaterpädagogik (erschienen 2003)

Gindler, Els

1885–1961. Um 1910 eine der ersten Schülerinnen Hedwig Kallmeyers im ,Seminar für Harmonische Gymnastik‘. Seit 1917 Ausbildung von Gymnastiklehrerinnen. Infolge schwerer Krankheit legte G zunehmend Wert auf ganzheitliche Arbeit, auf die Verbindung von körperlicher und geistiger Bewegung. Die Bewusstheit für den eigenen Körper sollte Ausgangs- und Endpunkt jeder Bewegung und jeder Tätigkeit sein. Körperliches Geschehen sei von der seelischen Situation des Menschen nicht zu trennen und nur aus der jeweiligen Art des Eingeordnet-Seins des Menschen in seine Umwelt zu verstehen und zu beeinflussen. Damit prägte sie wesentlich die gymnastische Bewegung in den ersten Jahrzehnten des 20. Jhs. 1924 Begegnung  mit  Heinrich Jacoby  (langjährige  Zusammenarbeit). 1925 Mitbegründung des ,Deutschen Gymnastikbundes‘. Ab 1933 Verzicht auf jede öffentliche Anerkennung und Förderung. G unterrichtete bis 1960, auch während des 2. Weltkrieges, in Berlin.

Die Gymnastik des Berufsmenschen. In: Gymnastik,  1926, Ehrenfried, Lily: Atmen, Bewegen, Erkennen. Elsa Gindler und Frieda Goralewski. Berlin 1986; Ludwig, Sophie: Elsa Gindler. Von ihrem Leben und Wirken. Wahrnehmen, was wir empfinden. Hamburg 2002; Zeitler, Peggy (Hg.): Erinnerungen an Elsa Gindler. Berichte, Briefe, Gespräche mit Schülern.  München 1991.

GABI BEIER

Ein Service des Deutschen Archiv für Theaterpädagogik · DATP
und des Schibri Verlags
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