Deutsches Archiv für Theaterpädadagogik · DATP

Geschichte und Gegenwart der Theaterpädagogik
Information, Dokumentation, Dienstleistung, Forschung
Lehre, künstlerische Praxis, Öffentlichkeitsarbeit
Schrift, Ton, Bild, Film

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Herzlich willkommen!

Das Deutsche Archiv für Theaterpädagogik dient der Information, der Dokumentation und der Forschung zur Geschichte und Gegenwart der Theaterpädagogik. Es sichert als archivwürdig bewertete Dokumente aus der jüngeren und älteren Geschichte des Fachs als Schriftgut, Ton-, Bild- und Filmdokument sowie elektronisch gespeicherte Information und stellt sie für Forschung, Lehre, künstlerische Praxis und Öffentlichkeitsarbeit bereit.

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Ständige Erweiterung der Bestände

Eröffnet wurde das DATP im Herbst 2007, seitdem steigt die Zahl der Sammlungen, die dem Archiv durch Schenkungsverträge übergeben wurden, ständig an. Derzeit verfügt das DATP über 16 Sammlungen. Zum überwiegenden Teil handelt es sich dabei um Vorlässe renommierter Theaterpädagoginnen und –pädagogen, aber auch um Sammlungen von Textheften für Amateur- und Laienspielgruppen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Hinsichtlich der Erweiterung der Sammlungen werden regelmäßig Gespräche mit Vorlassgebern geführt und verschiedene Nachlässe auf ihre Relevanz hin geprüft.

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Archiv in der Lehre

Durch die Anbindung des DATP an das Institut für Theaterpädagogik ist es als fester Bestandteil in die Lehre des B.A. Studiengangs Theaterpädagogik integriert. Das Modul „ Archäologie der Theaterpädagogik“ befasst sich mit der Geschichte der Theaterpädagogik: Hier analysieren Studierende unter anderem Materialien aus dem Archiv und diskutieren Konzepte und Arbeitsweisen der Vorlassgeber, sie setzen diese zu ihren gegenwärtigen berufsbezogenen Fähigkeiten, Techniken und Konzepten in Beziehung. Auch bereits im Modul „Studium Generale I – Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“ werden unter anderem für Techniken von Quellenanalyse und –kritikfachbezogene Archivmaterialien genutzt.

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Erzählcafés im Wintersemester 2015/2016

Seit September 2009 veranstaltet das DATP regelmäßig Erzählcafés, bis heute haben 14 Veranstaltungen dieser Art stattgefunden. Die Veranstaltungsreihe ist mittlerweile ein fester Bestandteil des wissenschaftlichen Austausches, der Lehre als auch der Öffentlichkeitsarbeit des Archivs. In jedem Wintersemester finden am Institut für Theaterpädagogik zwei Erzählcafés statt, sie sind eine Möglichkeit des lebendigen fachlichen Austauschs zwischen renommierten Persönlichkeiten des Faches und Studierenden, Lehrenden, Praktikern und Interessierten. So werden Diskurse angeregt und es lassen sich neue Verbindungen knüpfen zwischen der Theaterpädagogik früher und heute.

Im Wintersemester 2015/16 finden Erzählcafés mit Prof. Dr. Hans-Wolfgang Nickel am Dienstag, den 1.12.2015 um 16.30 Uhr und Klaus Hoffmann am Dienstag, den 8.12.2015 um 16.30 Uhr im Burgtheater des Instituts für Theaterpädagogik, Baccumerstr.3, 49808 Lingen (Ems) statt. Der Eintritt ist frei.

Klaus Hoffmann
Geb. 1939 in Berlin, lebt in Hannover. Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik, Geschichte an der Freien Universität Berlin; 1971-1976 Kulturreferent der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend Deutschland; 1976 Gründungsleiter der Medienzentrale der Ev.-luth. Landeskirche; Ehrenvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Spiel &Theater e.V., ehemaliger Vorsitzender des Arbeitskreises Kirche und Theater e.V. in der Evangelischen Kirche in Deutschland (u.a. mit dem 2-jährigen Festival „Theatertage der Kirche“); Gründer und künstlerischer Leiter des internationalen Festivals „SCENA – Theater und Religion“ in Hannover; ehemaliger Vorsitzender der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel; Gremienarbeit im Deutschen Kulturrat, Kuratorium Fonds Darstellende Künste und beim Berliner Jugendtheatertreffen.

Prof. Dr. Hans-Wolfgang Nickel
Geb. 1933 in Dortmund, lebt in Berlin. Studium der Theaterwissenschaften, Pädagogik, Kulturgeschichte, Germanistik in Saarbrücken und an der Freien Universität Berlin, der Pädagogischen Hochschule Berlin sowie in Paris und Wien; Promotion in Wien, Lehrerprüfung in Berlin; 1959 Gründer der Berliner Lehrerbühne, Leiter bis 1966; 1961 – 1964 Lehrer ; seit 1964 Dozent an der PH Berlin, Aufbau des Faches Schulspiel; seit 1974 Professor an der PH/Hochschule der Künste Berlin für Spiel- und Theaterpädagogik(Schulspiel);Zeitweilig Leitung der LAG Spiel und Theater Berlin e.V

Quelle: Streisand,M./Hentschel,U./Poppe,A./Ruping,B.: Generationen im Gespräch. Archäologie der Theaterpädagogik I Berlin, Milow,Strasburg 2005 (LBT Bd.4) S. 58

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Verortung des DATP in der theaterpädagogischen Forschung

Alle Aktivitäten des DATP sind eng verzahnt mit den vielfältigen Inhalten seiner Bestände. Abgesehen von verschiedenen individuellen Forschungsprojekten  seiner Nutzerinnen und Nutzer ist ein Doktorandenkolloquium an das DATP geknüpft, in dem verschiedene Promovenden ihre Forschungsinteressen und neuen Forschungsergebnisse zur Geschichte und Gegenwart des Fachs in regelmäßigen Abständen vorstellen und gemeinsam diskutieren.
Das DATP hat verschiedene öffentliche  Ausstellungen mit Materialien und Medien aus seinen Sammlungen veranstaltet, unter anderem 2010 eine große Ausstellung im Theater an der Wilhelmshöhe an seinem Hochschulstandort Lingen/Ems, die von ca. 8000 Gästen besucht wurde.